Airbus Defence and Space sovereign space intelligence consortium with Rohde & Schwarz, constellr, Orbint and HPS
Juni 2026
Airbus Defence and Space sovereign space intelligence consortium with Rohde & Schwarz, constellr, Orbint and HPS
Juni 2026
We are proud to be part of this important collaboration. See below the press release:
Berlin Air Show, Germany – 10 June 2026 – Airbus Defence and Space has signed a Memorandum of Understanding with Rohde & Schwarz, constellr, Orbint and High Performance Space Structure Systems (HPS) to collaborate on a satellite-based Earth observation and Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance (ISR) solution. Led by Airbus as prime contractor and system integrator, the consortium brings together five complementary German specialists to address growing governmental demand for sovereign, end-to-end space-based surveillance capabilities, independent of non-European dependencies.
“Europe has the talent, the technology, and the industrial base to build its own space intelligence infrastructure and the strategic imperative to do so,“ said Mike Schöllhorn, CEO of Airbus Defence and Space. „This consortium brings together five German companies whose capabilities are genuinely complementary. Together, we can deliver a sovereign, end-to-end solution that no single company could offer alone.“
Max Gulde, CEO and Co-Founder, constellr: „This is a mission before it is a contract. We are joining this consortium because thermal infrared reconnaissance — the ability to detect operational activity, equipment state, and early-warning indicators that remain invisible to optical and radar sensors — is precisely where the ISR capability gap is greatest. We are proud to contribute that alongside Airbus, and to bring an already operational, sovereign German thermal ISR capability into a programme of this strategic importance.“
Ernst K. Pfeiffer, CEO of HPS GmbH: „It is a very positive sign that German prime contractors like Airbus Defence and Space are already incorporating German supplier SMEs like HPS into their system concepts right from the start. We are technically capable of delivering, extremely agile when it comes to scaling, and, above all, oriented toward the long term. A sovereign space architecture offers sufficient opportunities for the entire German space ecosystem, and the political will can be implemented very effectively. Many thanks to Airbus for his motivation to bring SMEs on board for defense missions.“
The five partners combine complementary capabilities across the full intelligence chain, and proven expertise along every stage of modern Earth observation and ISR. Airbus is responsible for overall mission and system architecture, end-to-end integration, programme management, and the customer interface.
Rohde & Schwarz provides high-performance RF components, signal processing technologies, and radar antenna systems, core competencies developed over decades for the most demanding security applications.
Orbint brings geolocation methods, data processing algorithms, and system concept contributions.
HPS delivers space-qualified special reflector antennas optimised for high-frequency Earth observation and communication payloads.
Constellr contributes thermal infrared satellite systems based on both its current and next-generation platforms, supporting initial and full operational capability.
The joint solution addresses the full Earth observation chain, covering multi-sensor tasking, collection, processing, exploitation and dissemination. It integrates electro-optical and infrared (EO/IR), synthetic aperture radar (SAR)-derived products, and signal-related geospatial intelligence outputs into coherent, customer-ready services.
The consortium’s formation reflects a growing recognition across European governments and defence institutions that strategic autonomy requires indigenous space intelligence capabilities. With all five companies headquartered in Germany, the partnership represents a concentrated national industrial response to that demand and a concrete step towards a European sovereign ISR architecture.
The parties have started their collaboration on a non-exclusive basis.
Pictures: Copyright Airbus Defence and Space
Contacts for the media:
Ralph HEINRICH
Airbus Defence and Space
+49 (0)171 30 49 751
ralph.heinrich@airbus.com
Jeremy CLOSE
Airbus Defence and Space
+44 776 653 6572
jeremy.close@airbus.com



Schutzengel VIGIL im All – Für die Sicherheit auf der Erde
VIGIL-Antenne an HPS beauftragt: Für die Sicherheit der Daten aus dem All
Juni 2026
Moderne Technik bestimmt über komplexe Bereiche wie Energiesysteme, Telekommunikation, Navigation und Satellitenbetrieb das gesellschaftliche Leben. Ihre Sicherheit ist jedoch fragil und latent gefährdet durch permanent ausgesandte Teilchenströme und Magnetfelder der Sonne. Gegen diese Naturgewalten selbst kann der Mensch nichts tun, für ihre Abwehr aber schon: mit einem Schutzengel im All, der zeitig genug warnt und auch Langfristprognosen ermöglicht. Genau das ist VIGIL – die ikonische Mission der ESA zur Etablierung eines weltweit wirksamen Frühwarnsystems auf einer stabilen Beobachtungsposition im Weltraum am Lagrangepunkt L5, positioniert etwa sechzig Grad hinter der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne. Aus dieser seitlichen Perspektive kann VIGIL die Ausbreitung von koronalen Massenauswürfen – CMEs – entlang der Sonnen–Erde-Linie deutlich besser beurteilen: Geschwindigkeit, Richtung und wahrscheinliche Treffergeometrie werden klarer sichtbar. Zusätzlich lassen sich aktive Regionen auf der Sonne früher erkennen, bevor sie von der Erde aus gesehen direkt auf die „geoeffektive“ Seite rotieren. Beides ist entscheidend, um Warnungen nicht nur früher, sondern vor allem treffsicherer zu machen. Praktisch bedeutet das: Betreiber kritischer Systeme erhalten eine belastbarere Entscheidungsgrundlage – mit mehr Zeit, um Schutzmaßnahmen einleiten zu können und mit genaueren Daten, um unnötige Eingriffe bei Fehlalarmen zu reduzieren.
Die Missions- und Beobachtungstechnik des neuen Schutzengels der Erde ist made in Europe, seine Fähigkeit, die Beobachtungen auch über die Distanz von 1,5 Millionen Kilometer hinweg der Bodenstation auf der Erde zuverlässig mitzuteilen, stammt aus Bayern vom mittelständischen Münchner Antennenspezialisten HPS. Das Besondere an der Antenne von HPS: 2m großer Reflektordurchmesser, sehr leicht und formstabil durch eine spezielle Carbon-Technologie für eine zuverlässige Datenübertragung im X-Band, eingeklappt sicher festgehalten zum Start, damit der Satellit samt Antenne auch in die Rakete passt.
Für die umfangreiche Aufgabe, dieses missionsentscheidende Stück HighTech zu entwickeln und maßgeschneidert zu fertigen, setzt der Terminplan enge Meilensteine bis zur Ablieferung Anfang 2029. Der Auftrag hat ein 7-stelliges Finanzvolumen und wird von einem eigens zusammengestellten Team aus knapp 10 Ingenieuren und Technikern der Münchner HPS-Zentrale, sowie mit dessen Unterauftragnehmern INVENT GmbH (Braunschweig) und HPS-Rumänien (Bukarest) realisiert.
Der Ende Mai 2026 von HPS unterschriebene Antennenvertrag mit dem Kunden und Satellitenprime Airbus-UK markiert einen nächsten Meilenstein auf dem Wachstumspfad von HPS, gepflastert durch einerseits hoch performante ClassicSpace Produkte wie der VIGIL-Antenne und andererseits mit serien-orientierten Produkten wie Breitband-Kleinantennen oder Deorbit-Segelmodulen. Zudem zeigt der Vertrag einen besonderen programmatischen ESA-Erfolg: „Gerade mal 6 Monate nach der ESA-Ministerratskonferenz 2025 können wir den deutschen Entscheidungsträgern in Bayern und Berlin mit unserem VIGIL-Antennenvertrag eine Erfolgsstory liefern und zeigen, dass deutsche KMU-Technologie maßgeblich zu global sicherheitsrelevanten Missionen beitragen kann. Großen Dank natürlich an ESA und Airbus für ihr Vertrauen in unsere Kompetenzen, insbesondere auch an BMFTR-Ministerin Dorothee Bär, an DLR-Direktor Walther Pelzer, und an das bayerische Wirtschaftsministerium um Minister Hubert Aiwanger und Staatssekretär Tobias Gotthardt für ihren Einsatz, das MK25-Budget zusammenzubekommen, inklusive VIGIL-Zuzahlung auch aus dem Verteidigungsministerium BMVg,“ freut sich HPS-CEO Dr.-Ing. Ernst K. Pfeiffer.


HPS liefert die Antenne für Europas zweite ikonische Asteroidenmission
Vertragsunterzeichnung zwischen OHB-IT und HPS-DE vor Ort auf der SmallSat Europe Conference am 26. Mai.
Mai 2026
Freitag, 13. April 2029: Mit 45.080 km/h wird der etwa 350 Meter große Asteroid Apophis — benannt nach dem Gott der Zerstörung — aus den Tiefen seiner Umlaufbahn heranrasen und die Erde in einer Entfernung von nur 32.000 Kilometern passieren, nah genug, dass Menschen auf der Erde dieses Beinahe-Ereignis beobachten können. Noch deutlich näher wird jedoch der Asteroidenjäger Ramses (Rapid Apophis Mission for Space Safety) der ESA sein, ein von OHB Italia gebautes Raumfahrzeug, das die Aufgabe hat, diesen ungewöhnlich großen urzeitlichen Überrest der galaktischen Evolution direkt vor Ort zu untersuchen. Von besonderem wissenschaftlichem Interesse ist die Möglichkeit, das Verhalten seiner Oberfläche und inneren Schichten zu beobachten und vor allem die Reaktion des Asteroiden auf die gewaltigen Gravitationskräfte der Erde zu dokumentieren.
Für diese Mission ist die Antenne des Raumfahrzeugs von zentraler Bedeutung. Sie ist die Kommunikations-Lebensader zwischen den sich live im All abspielenden Ereignissen und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland, Europa und Japan, die die Mission von der Erde aus verfolgen. Wie bereits bei der laufenden HERA-Mission wurde der Münchner Antennenspezialist HPS GmbH für diese Aufgabe ausgewählt.
Das X-Band-Modul von HPS ist eine speziell entwickelte Hornantenne aus einer hochfesten und zugleich leichten Aluminiumlegierung mit ausgezeichneten Strahlungs- und Verstärkungseigenschaften. Für HPS liegt diese Antenne in einem technologisch bestens etablierten Bereich, gestützt auf Erfahrungen aus großen Antennenprojekten wie der Euclid-Mission (ESA, mit TAS-Spain als Direktkunde), Heinrich Hertz (DLR, mit TESAT/OHB als Direktkunde) und HERA (ESA, mit OHB-Bremen als Direktkunde).
Mit dem nun geschlossenen Vertrag und dem in den Vorphasen definierten Antennenkonzept gehen die Industriepartner in die Detailkonstruktion und Fertigung der Ramses-Flughardware über. Im kommenden Jahr werden diese Komponenten Umwelt- und Funktionstests durchlaufen, um ihre Eignung für den Start und den Betrieb im tiefen Weltraum sicherzustellen.
Der Start von Ramses ist bereits für das Frühjahr 2028 geplant. Die Sonde soll Apophis rechtzeitig zu dessen Vorbeiflug im April 2029 erreichen, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Asteroiden vor, während und nach dem Ereignis beobachten können. Diese ESA-Mission unterstützt die Kernziele des Space Safety Programme, indem sie das Wissen darüber verbessert, wie sich erdnahe Objekte unter äußeren Einflüssen verhalten, und Strategien zur Abwehr potenziell gefährlicher Asteroiden weiterentwickelt.
Am Dienstag, den 26. Mai, feierten Roberto Aceti (CEO OHB Italia) und Ernst K. Pfeiffer (CEO HPS GmbH, Deutschland) die Vertragsunterzeichnung vor Ort auf der SmallSat Europe Conference in Amsterdam (NL).
Ernst K. Pfeiffer erklärte: „Es ist fantastisch, Teil dieser außergewöhnlichen Mission zu sein, und es ist uns eine Ehre, dass unsere Antenne diese hochfaszinierenden Daten zur Erde übertragen wird. Bilder des Asteroiden — vielleicht sogar mit der Erde im Hintergrund — werden weltweit zu sehen sein. Es ist großartig, dass Deutschland auf der CM25-Konferenz im November beschlossen hat, sich an dieser Mission zu beteiligen, denn dadurch können nun auch KMU ihre Hightech-Fähigkeiten einbringen. Ich freue mich, unsere Zusammenarbeit mit dem Hauptauftragnehmer OHB Italia weiter auszubauen.“
Roberto Aceti, CEO von OHB Italia, erklärte:
„Dieser Vertrag festigt die Zusammenarbeit zwischen OHB Italia und HPS GmbH im Bereich fortschrittlicher Raumfahrtsysteme weiter. Die Medium Gain Antenna ist ein wichtiges Element der Kommunikationskette der RAMSES-Mission, und ihre Entwicklung unterstreicht den Wert spezialisierter europäischer Industriekapazitäten zur Unterstützung komplexer Explorationsmissionen.“


Wir verschieben die Grenzen des Machbaren in der CubeSat-Technologie – für die Wissenschaft, für die Erde, für die Zukunft
April 2025
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die HPS GmbH von der European Space Agency (ESA) einen neuen Technologieauftrag erhalten hat! Die Vertragsunterzeichnung hat am 08.04.2025 stattgefunden.
In diesem bahnbrechenden GSTP-Projekt werden wir in Zusammenarbeit mit unseren geschätzten Partnern der Fraunhofer-Gesellschaft (IIS, Deutschland) eine hochmoderne CubeSat-entfaltbare ArrayAntenne entwickeln. Diese innovative Technologie, bekannt als MANT (Miniaturisierte ausfahrbare Antenne für Klein- und Nanosatelliten), wird bis zum Ende des Projekts TRL6 erreichen und stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Fähigkeiten von Klein- und Nanosatelliten dar, die auf zivile Erdbeobachtungsanwendungen fokussiert sind, was immer auch „Dual Use“ ermöglichen würde. Das Projekt wird mit einem Budget von 750.000 Euro voll finanziert und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.
Wir freuen uns darauf, einen Beitrag zur nächsten Generation der Satellitentechnologie zu leisten und die Kommunikation über Kleinsatelliten mit effizienteren, kompakteren und leistungsfähigeren Lösungen voranzutreiben. Bleiben Sie auf dem Laufenden und informieren Sie sich über detaillierte Geometrien (in verstauter Konfiguration: weniger als 1U), Frequenzen und Schnittstellen, denn wir arbeiten unermüdlich an der Umgestaltung der Raumfahrttechnologie!
Nächster Meilenstein: Überprüfung der Anforderungen bis Ende Mai.

Cubesat-UDAN: CDR erfolgreich abgeschlossen – ein großer Meilenstein für disruptive Antennentechnik Europas
April 2025
NewSpace setzt vor allem auf Kleinsatelliten. Deren Effizienz basiert jedoch vor allem auf der Antennenleistung: Je kleiner der Satellit, desto geringer die Antennenleistung und desto teurer ist es, dies am Boden technisch zu kompensieren. Die Lösung von HPS München und seiner rumänischen Tochtergesellschaft in Bukarest: eine Antenne, die außerhalb des Satelliten in Form einer 50 cm hohen konischen Vierfachhelix und einer Bodenebene mit 90 cm Durchmesser aufgestellt werden kann. Sie hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie auf noch niedrigere oder höhere Frequenzen als die geplante Bandbreite von 410 bis 460 Mhz skaliert werden kann, aber immer einen Gain von über 10 dBi behält. Zusammengebaut für die Startphase ist das Antennenpaket nur 10x10x15 cm groß.
Die ESA zeigte sich überzeugt und vergab den Entwicklungsauftrag 2018 innerhalb ihres ARTES-Programms an den deutschen Spezialisten für entfaltbare Antennen, die HPS GmbH in München und ihre rumänische Tochter HPS S.R.L., Bukarest. Zwischenzeitlich stellte die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR zugunsten der Maximierung effizienter Entwicklung weitere ARTES-Mittel zur Verfügung.
Wir freuen uns, dass auch der nächste große Meilenstein mit Bravour gemeistert wurde: der pünktliche Abschluss der CDR-Phase im März 2025. Es folgt nun die Herstellung des Ingenieurmodells im zweiten und dritten Quartal und anschließend die Testkampagne; der Vertrag endet zum 4. Quartal 2025. Dazu HPS-CEO Ernst K. Pfeiffer: “Mit diesem Projektabschluss wird HPS UDAN´s Reifegrad auf Level TRL 6 und mit einer geplanten In-Orbit-Demonstration (IOD) dann final auf TRL 9 heben. Das bedeutet nicht weniger als: Bahn frei für die Antennentechnik der neuesten Generation auf dem kommerziellen NewSpace-Markt!“

Hochmoderne Antenne für eine der ehrgeizigsten Missionen aller Zeiten
März 2025
„Wir eröffnen den Wissenschaftlern eine Schatztruhe an Informationen“, sagte Esa-Wissenschaftsdirektorin Carole Mundell. Clotilde Laigle vom „Euclid“-Konsortium bezeichnete die neu gewonnene Sonde von EUCLID als eine „Goldmine an Daten“.
HPS, führender Anbieter fortschrittlicher Antennen- und Reflektortechnologien, beglückwünscht die Europäische Weltraumorganisation ESA zu diesem bemerkenswerten Fortschritt im Projekt EUCLID (European Space Agency’s Cosmic Vision: Euclid), das darauf abzielt, die Geheimnisse des dunklen Universums zu entschlüsseln und Erkenntnisse über die Natur der dunklen Materie und der dunklen Energie zu gewinnen.
Die von HPS im Rahmen des TAS-Vertrages entwickelte Antenna Reflector Assembly (ARA) von EUCLID stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Weltraumkommunikationstechnologie dar. Ihr innovatives Design und ihre fortschrittlichen Eigenschaften machen sie zur idealen Wahl für die Mission, da sie eine Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung und einen Hochgeschwindigkeitsdatenempfang vom Raumfahrzeug zur Erde und zurück ermöglicht.
„Wir freuen uns sehr, einen wichtigen Beitrag zur Euclid-Mission leisten zu können“, sagt Ernst K. Pfeiffer, CEO von HPS. „Unsere Spitzentechnologie ermöglicht eine nahtlose Kommunikation zwischen der Raumsonde und den Bodenstationen und erlaubt es den Wissenschaftlern, uns auf der Erde all die Geheimnisse des dunklen Universums zu entschlüsseln.“

Bild von ESA
Weltraumpremiere auch für die neuartige Reflektorantenne BANT-1 von HPS
Januar 2025
Am 14.01.2025 startete an Bord einer Falcon 9 – Rideshare-Mission Transporter-12 mit „SIGI“ der erste Satellit aus der NextSpace-Schmiede Reflex Aerospace, Berlin/München. „NextSpace“ ist der exklusiv für Reflex geschützte Begriff für die neue Schnelligkeit in Entwicklung, Fertigung und Bereitstellung von Raumfahrttechnik, gepaart mit innovativer Vielseitigkeit als Leitmotiv für die Leistung des Produktes.
Das galt in hohem Maße auch für ein wesentliches nicht bei Reflex gefertigtes Element des Satelliten: die von HPS entwickelte Breitband-primäre Reflektorantenne des Raumfahrt-Mittelständlers HPS GmbH (München, Deutschland) mit einer Hohlraum-Spiralantenne als axialer Einspeisung für eine große Bandbreite sowie beträchtlichen Gain – und das Ganze von der Bestellung zur Ablieferung in nur 12 Monaten.
HPS gratuliert Reflex Aerospace herzlich zum ersten Start eines seiner Produkte und freut sich auf die Zusammenarbeit bei den nun bevorstehenden weiteren NextSpace-Herausforderungen in den Weiten des Weltraums.

Pictures by SpaceX
Antennenspezialist HPS erobert mit Verifizierung innovativer 3D-Fertigung Neuland der RF-Anwendungen
Mittlerweile sind sich auch ehemals sehr skeptische Auguren der Raumfahrt einig, wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der künftigen Entwicklung von anwendbaren Technologien wird vor allem die Fähigkeit zur weitgehend automatisierten Produktion von Leichtgewichtbauteilen in Serie bei gleichzeitiger Minimierung von Rohstoffen und höchster Zuverlässigkeit haben.
Zentrale Voraussetzung für die Umsetzung solcher Visionen ist jedoch weiterhin eine sehr klassische Step-by-Step-Verifizierung, in diesem Falle zweier von den HPS-Ingenieuren ausgewählter Materialien anhand der neuen ESA-Norm ECSS-Q-ST-70-80C.
Die europäische und die deutsche Raumfahrtagentur haben angesichts des Zukunftspotentials solcher Technologie ein vorrangiges Interesse am Erfolg der Forschung bei HPS und stellten die GSTP-Finanzierung für das Projekt 3DPAN2 bereit: „3D-Printed Antenna 2“ ist ein Nachfolger-Projekt des vor 5 Jahren abgeschlossenen Projektes 3DPAN, mit dem zunächst die prinzipielle Machbarkeit von 3D-gedruckten RF-Bauteilen gezeigt wurde.
Produktziel war eine extrem leichte X-Band Antenne mit einem Durchmesser von ~30cm für den Daten-Downlink von Erdbeobachtungssatelliten. Hergestellt wurde sie schließlich aus der Aluminium-Legierung SCALMALLOY beim Sub-Contractor APWORKS GmbH in Ottobrunn. Zudem wurde für ausklappbare Antennen ein filigranes Feed Support Bracket aus Titan vom langjährigen HPS-Vertrauenspartner, dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, Dresden, als Subunternehmen gefertigt.
Die jeweiligen Designs und FE-Analysen, sowie deren iterative Optimierung wurde derweil durch HPS in München selbst durchgeführt.
Die abschließenden Tests lieferten über alle Erwartungen positive Ergebnisse. Dies galt insbesondere für die RF-Performanz der X-Band Antenne in der Compensated Compact Range (Munich University of Applied Science MUAS). Auch die Beständigkeit gegen Vibration (Sinus + Random) wurde für beide Demonstratoren bei der Firma SGS GmbH, Geretsried, erfolgreich nachgewiesen: auch hier lief alles ohne Komplikationen ab, also vor allem ohne Beschädigungen oder Verformungen. Selbst ein abschließender TVAC-Test (10 Zyklen zwischen +120°C und – 120°C) zeigte keinerlei Risse oder Verformungen an den Demonstratoren.
Das Fazit des Projektes formulierte Olaf Stolz als zuständiger Projektmanager von HPS so: „Die Ziele der Verifikationsprozesse konnten ohne Einschränkungen umgesetzt werden: die additiv gefertigten Demonstratoren waren 20% bzw. 25% leichter als entsprechende konventionell gefertigte Bauteile – ein bekanntermaßen enormer Vorteil in der Raumfahrt. Dabei kam es zu keinerlei Einschränkungen der Qualifizierung für Raumfahrtanwendungen. Unser Dank gilt den Kooperationspartnern, besonders Frau Dr. Samira Gruber (Fraunhofer IWS) und Herrn Nicklas Schwab (APWORKS) für die extrem gute und erfolgreiche Zusammenarbeit in dem Projekt, sowie bei der ESA, namentlich Frau Isabel Olaya Leon, Technical Officer des Projektes 3DPAN2“.
HPS-CEO Ernst K. Pfeiffer freut sich: „Es ist fantastisch, schon jetzt werden bei uns in aktuell laufenden Flugprojekten 3D-Druck-Bauteile mit den Technologieergebnissen des ESA-GSTP-Programmes umgesetzt. Ein von uns vor 8 Jahren anvisiertes und für den Zukunftsmarkt essentielles Ziel ist jetzt damit erreicht.“



Antennenfertigung in Serie
Die Münchner Raumfahrtschmiede HPS ist seit über 20 Jahren dafür bekannt, wo immer möglich neue Wege zu gehen und mit Innovationen aller Art eine immer festere Brücke zwischen ClassicSpace und CommercialSpace zu etablieren. Dies gilt für Produkte wie beispielsweise entfaltbare Antennen aller Größen bis hin zu Prozessen wie etwa zur Serienfertigung der Produktfamilie von Deorbit-Segelmodulen (ADEO).
Mit der Umsetzung einer weiteren Prozessinnovation realisiert HPS nun auch im Antennenbereich neue Effizienzhorizonte; denn ein kommerzieller Kunde hat es eilig: über 20 Breitband Antennen werden benötigt, und das in einem Zeitraum von nur 12 Monaten, Start JETZT. Zwar ist HPS schon aus einer Vielzahl von erfolgreich erfüllten Antennenaufträgen – ob nun aus dem institutionellen oder dem kommerziellen Bereich – für die von den Kunden geschätzte Routine der Qualitätsherstellung auf gleichbleibend hohem Niveau bekannt. Doch nun läutet das Unternehmen mit der anlaufenden Kleinserienfertigung eine weitere
Entwicklungsstufe ein, die Qualitätsmerkmale von konventioneller und neuer Raumfahrt miteinander zu etwas Neuem und dabei noch Besserem zu verschmelzen. Und das trotz allen Hochdrucks mit der Kraft, die aus der Ruhe kommt.
