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HPS Space News


Mai 2017

Europäische Raumfahrt – Quo vadis?

Dialog der Spitzen aus Politik und Industrie

Am 24. Mai 2017 trafen auf Einladung des BavAIRia e.V. im Hause Airbus DS die politischen und industriellen Spitzen der europäischen Raumfahrt zum Gespräch über die Zukunft der Raumfahrt und deren Anwendungslandschaft unter dem besonderen Vorzeichen von „New Space“ zusammen. Die Großkonzerne Airbus und OHB wurden vertreten durch Dr. Johannes von Thadden und Marco Fuchs, für das nationale Raumfahrtmanagement und die ESA waren Dr. Gerd Gruppe und Dr. Ulrike Bohlmann, und für den Mittelstand waren deren Sprecher und HPS-CEO Dr Ernst Pfeiffer sowie Martin Blaser von ASP gekommen, während die EU von der Vorsitzenden der Sky & Space Intergroup des europäischen Parlaments, Monika Holmeier, vertreten wurde. Künftige Anwendungen insbesondere vor dem Hintergrund der heranreifenden Leuchtturmprojekte der EU – etwa Copernicus und Galileo – wurden in einem zweiten Diskussionsblock von Repräsentanten der GNSS-Agentur, Prag, des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und ausgewählter industrieller Anwendungsspezialisten beleuchtet.

Monika Holmeier ließ keinen Zweifel an der Entschlossenheit der EU aufkommen, die europäische Raumfahrt-Agenda auf der Basis des bisher schon Erreichten kraftvoll voranzubringen, und verwies auf die auch wirtschaftlichen Erfolge der Großprojekte Copernicus und Galileo. Sie warnte dabei eindringlich vor Tendenzen der Monopolisierung durch wenige Großunternehmen und wünschte auch hier die Zusammenarbeit mit dem Mittelstand. Dennoch scheint es, wie Ernst Pfeiffer für den Mittelstand feststellte, in der europäischen „New Space“-Roadmap vor allem zwei festgelegte Rollen zu geben: Die der drei Konzerne als Primes für die staatlichen Großprojekte, und die der kleinen und teilweise noch gar nicht existenten „Startups“ für die Anwendungen. Dazwischen aber, so Pfeiffer, existiert noch ein enormes Potential beim sowohl markt- wie technikseitig seit Jahren hoch qualifizierten Mittelstand und er provozierte mit der Vermutung, dass genau dieses Potential vielfach aus dem Blick gerate, weil es schlicht nicht „politisch attraktiv“ sei wie die beiden anderen Pole, die Großindustrie durch ihr Arbeitsplatzargument und die Startup-Szene durch ihr Ideenfeuerwerk. Wenngleich diese Position nicht gänzlich unwidersprochen blieb, ließ sich jedoch am Ende der Diskussion eine gewisse gemeinsame Linie erkennen, die sich unter anderem auf drei Säulen stützt:

  • Die Voraussetzungen in Europa für „New Space“ amerikanischer Machart sind weder in ausreichender Form und Masse gegeben, noch wird es als wünschenswert angesehen, das Prinzip der Nachhaltigkeit für reine Kurzfristeffekte, die später umso mehr Probleme schaffen können, auf´s Spiel zu setzen. Europa braucht seinen eigenen Weg, und hier kommt gerade dem etablierten Raumfahrtmittelstand eine tragende Rolle zu – denn Technologie ist „DIE europäische Waffe“, wie aus dem Publikum von Jörg Feustel-Büechel angemerkt wurde. Allerdings sind im Sinne fairen globalen Wettbewerbs erst einmal gleiche Voraussetzungen für alle zu schaffen.
  • Die Förderung der mittelständischen Raumfahrtindustrie – insbesondere ihrer besonders stark in Deutschland ausgeprägten Kompetenzlandschaft – ist eine nationale Priorität von wachsender Dringlichkeit, da sie in besonderer Weise durch Schlüsseltechnologien von Zulieferern für deutsche Primes die souveräne Partnerschaftsfähigkeit Deutschlands erhält.
  • Optimierungspotential hinsichtlich der Geschwindigkeit der Prozesse besteht – etwa bei Förderentscheiden, Exportlizenzen oder auch parlamentarischen Prozessen – und kann gerade im Hinblick auf die Dynamik der Entwicklung von administrativer Seite noch gehoben werden. Denn jede Erhöhung der Schlagzahl ist auch ein Schritt auf dem Weg zur Bewahrung eines unabhängigen europäischen Wegs in die Zukunft einer an Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit orientierten Raumfahrt.

 

In Conclusio:

 

  • Raumfahrt hat generell eine große Zukunft; Bayern, Deutschland und Europa müssen sich nur entscheiden, ob sie mit eigenständigen Leistungen als souveräner Partner dabei sein wollen – oder eben nicht.
  • Horizon 2020 bietet unterkritische Gewinnchancen durch Budgetrestriktionen bei enormem europäischen Bieterandrang; zusätzliche Anreize gerade für qualifizierte Unternehmen sind dringend zu schaffen
  • Die Politik erwartet Ideen und konkrete Bedarfsformulierungen für die Entwicklung von „Infrastrukturen“, die sie auch der terrestrischen Anwenderindustrie anschließend zur Verfügung stellen kann. Insbesondere das Bundesverkehrsministerium  zeigte sich hier außergewöhnlich aufgeschlossen.
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März 2017

HPS prominent auf deutscher SATKOM-Konferenz in Bonn

Seite an Seite und auf Augenhöhe mit den Großen der Branche wie TESAT, OHB und Airbus präsentiert sich der Mittelständler HPS GmbH auf der deutschen SATKOM Konferenz in der Bonner KAMEHA-Residenz. Besonderes Augenmerk legt das Unternehmen mit seinem großen Stand auf die zentralen Kompetenzthemen Ka-Band und Q/V-Band  Antennen, große entfaltbare Antennensubsysteme der Zukunft (LDA) mit entsprechendem Metallic Mesh, De-Orbiting von Konstellationen via Drag-Sail sowie Leichtbau. Darüber hinaus erläutern HPS-CEO Dr. Ernst Pfeiffer und seine aus München mit angereisten Ingenieure in entsprechenden Kurzvorträgen den institutionellen wie industriellen Kunden vor Ort die neuesten Technologie-Entwicklungen bei HPS in den Bereichen Antennen und 3D-Druck.

Dr. Pfeiffer ist zudem auf der Veranstaltung als Sprecher der deutschen Raumfahrt-KMU auf allen Ebenen den über 300 Teilnehmern präsent. Seine Schlüsselbotschaften in Podiumsdiskussionen wie Kurzvorträgen und Einzelgesprächen: Die Zulieferer-Landschaft in Deutschland bildet ein dicht geflochtenes Netz von speziellen Fähigkeiten wie kaum in einem anderen Land. Diese Vorteile müssen genutzt werden, um im Satkom-Markt neben der Laserkommunikation auch auf anderen Schlüsselgebieten wie z.B. dem Q/V-und W-Band eine europäische Führungsposition einnehmen zu können. Innovativ, schnell, kostengünstig und flexibel sind die deutschen KMU für diese Rolle bestens aufgestellt. Die notwendige Sichtbarkeit auch über Deutschland hinaus entsteht, so Pfeiffer, jedoch erst aus der verstärkten Einbindung, Vernetzung und Arbeitsteilung der KMU im Zusammenhang mit größeren, eigens für KMU konzipierten Projekten. Gerade auch die Fähigkeit, einen eigenen europäischen Weg hin zu New Space zu legen, sieht Pfeiffer in besonders hohem Maße bei der mittelständischen Zuliefererindustrie gegeben.

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März 2017

KMU-Präsentation vor dem Deutschen Wirtschaftsrat

Auf Einladung der Bundesfachkommission für Wachstum und Innovation des deutschen Wirtschaftsrates präsentierte HPS-Geschäftsführer DR.-Ing. Ernst Pfeiffer am 9. März 2017 in Berlin die notwendigen Ecksteine einer auf nationale und europäische „souveräne Partnerschaft“ im All gerichteten Wirtschaftspolitik aus Sicht der Raumfahrt-Zulieferer. Er betonte dabei die besondere Rolle der Fähigkeit zur Entwicklung eigenständiger kritischer Technologien und innovativer Lösungen auf Komponenten- und Subsystemlevel durch die deutschen KMU der Raumfahrt, deren Arbeitsgemeinschaft AKRK Pfeiffer als Sprecher gegenüber Politik, Agenturen und Öffentlichkeit vertritt.

In dem Zusammenhang belegte er auch klar den politisch-administrativen Handlungsbedarf zur Stärkung nicht nur der deutschen Raumfahrt-KMU-Basis sondern auch der gesamten deutschen Raumfahrt-Zulieferindustrie. Nach den Beschlüssen der ESA-Ministerratskonferenz im Dezember 2016 beträgt die deutsche Zeichnung der relevanten ESA-Technologieprogramme GSTP und ARTES lediglich 5 Prozent der deutschen Gesamtzeichnung.

Weitere Schwerpunkte der Veranstaltung galten dem Bericht aus Parlament und Fraktion durch den Vorsitzenden der parlamentarischen Gruppe Luft- und Raumfahrt, Klaus-Peter Willsch, MdB, der Frage nach einer europäischen Version von „New Space“ (Dr. Fritz Merkle, Vorstand OHB SE) und den jüngsten Startup-Plänen für die Rückkehr zum Mond (Robert Böhme, CEO von Part Time Scientists).


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v.l.n.r: Jürgen Heizmann, Geschäftsführer, AZUR SPACE Solar Power GmbH und stellv. Vorsitzender der Bundesfachkommission Wachstum und Innovation, Klaus-Peter Willsch MdB, Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt (PGLR), Dr.-Ing. Ernst K. Pfeiffer, Geschäftsführer (CEO), High Performance Space Structure Systems GmbH), Alf Henryk Wulf, Vorsitzender des Vorstandes, GE Power AG, Mannheim und Vorsitzender der Bundesfachkommission Wachstum und Innovation, Robert Böhme, Geschäftsführer (CEO) und Gründer, Part Time Scientists, Dr. Fritz Merkle, Vorstand, OHB SE

Oktober 2016

Europa auf dem Mars gelandet

Hightech-Schutz von Raumfahrtschmiede HPS erfolgreich

Zum Mars sind es im günstigsten Fall rund 500 Millionen Kilometer. Besonders die letzten 122,5 km jedoch entscheiden über den Erfolg der 5.296 Stunden währenden Reise dorthin: Wenn das Landemodul sich vom weiterhin den Mars umkreisenden Orbiter trennt und mit einer Geschwindigkeit von rund 21.000 km/h in die lebensfeindliche Kohlendioxid-Atmosphäre des Planeten eintaucht und sich der dabei entstehenden Reibungshitze von 2.100 Grad in der Spitze erwehren muss, um nach sechs Minuten auf marsianischem Boden aufzusetzen. Zum Vergleich: Lava aus Vulkanausbrüchen erreicht maximal 1.200 Grad Celsius.
Heute, am 19. Oktober 2016 gelang Europa diese historische Leistung: Um 16.47 Uhr unserer Zeit kam das „Schiaparelli – Modul“ der ExoMars-Mission exakt auf seiner geplanten Position im Gebiet des Meridiani Planum des Nachbarplaneten der Erde ohne eine Schramme sicher zum Stehen.
Der komplette innere und äußere Isolationsschutz MLI (Multilayer Insulation) von Schiaparelli während des gesamten Fluges, unterstützt in dieser kritische Phase des Eintritts und der Landung zusätzlich durch einen speziellen Hitzeschild, stammt aus der Entwicklungsarbeit des Münchner Raumfahrtmittelständlers HPS GmbH gemeinsam mit und seiner portugiesischen Tochter in Porto, HPS Lda., wo die maßgefertigte 120-teilige Thermalgarderobe von nur 5 Kilo Gewicht für die europäische Marsmission auch gefertigt wurde. Ein spezielles Hitzeschild aus Korkbasis, welches während der kritischen Phase des Atmosphären-Eintritts das Landemodul vor dem Verbrennungstod schützt, wurde
unter der Leitung von HPS München in vielen Jahren zuvor in deutsch-französischer Zusammenarbeit (u.a. Airbus, DLR, CNES) getestet, dimensioniert und damit Masseoptimiert.
Die HPS GmbH mit Zentrale in München und ihren ebenfalls produzierenden Tochtergesellschaften in Portugal und Rumänien hat sich innerhalb von wenigen Jahren zu einem der insgesamt in Europa nur fünf „bevorzugten Anbieter“ von Thermalschutz für Satelliten und Raumfahrzeuge einen exzellenten Ruf in der Raumfahrtbranche erarbeitet.
Für Portugal als eines der kleineren Mitgliedsländer der ESA besitzt dieser Erfolg große wirtschaftspolitische Signalwirkung. Denn er zeigt, dass die konsequente Förderung der Raumfahrttechnologie durch die Politik mittlerweile auf dem kommerziellen Markt Früchte trägt, die das Investment der staatlichen Anschubhilfe deutlich übersteigen.
Dank vorteilhafter Lohnstückkosten bei höchstem Qualitätsniveau verdreifacht HPS die sicheren Jobs in Portugal derzeit alle 24 Monate. Neben dem weiteren Ausbau der MLIProduktion,
für den HPS bereits bisher 300.000 Euro bereitstellte – auch und vor allem
durch Einstellung hoch qualifizierter portugiesischer Techniker und Ingenieure – erweitert HPS Porto mit einer weiteren Viertelmillion Euro derzeit das Produktionsportfolio um ein weitere Standbeine in den Nischenbereichen Composites, Ablatoren und entfaltbaren Masten.

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Europa sicher auf dem Mars gelandet: Touchdown für Schiaparelli-Landemodul mit Thermalschutz von HPS

Quelle: ESA

Oktober 2016

Gastbeitrag von „Best of Space“

ESA-Ministerratskonferenz 2016: Gruppenbild vor neuem Hintergrund

Wenn sich am 3. Dezember des Jahres in Luzern nach Abschluss der Ministerratskonferenz die für Raumfahrt politisch Verantwortlichen der Mitgliedsländer der europäischen Raumfahrtagentur ESA zum abschließenden Gruppenbild versammeln, beginnt der mediale Marathon in den Ländern, die dort gefassten Beschlüsse als Verhandlungserfolge zu verkaufen.

Im Vordergrund werden dabei voraussichtlich, wie schon seit langem üblich, die großen Programme stehen: Wissenschaftsmissionen, Trägerraketen, Raumstationen – Themen eben, die sich der Mehrheit der Leser und Zuschauer, der Wähler, besonders gut nahebringen lassen. Dabei geht es zwangsläufig auch um viel Geld – Geld, welches die Steuerzahler aufbringen müssen. Die staatliche Komplettfinanzierung aller Raumfahrtaktivitäten war in der langen Serie vorangegangener ESA-Ministerratskonferenzen, die alle zwei bis vier Jahre stattfinden, ein eherner Grundsatz und selbstverständliche Geschäftsgrundlage: Ohne Steuergelder keine Raumfahrt.

 

Doch seit kurzem könnten sich in der Raumfahrt neue, zusätzliche Geschäftsmodelle ergeben. Das Stichwort lautet: New Space. Im Kern bedeutet es, dass immer mehr von vornherein kommerziell ausgelegte Raumfahrtaktivitäten entstehen, weil private Investoren den Weltraum als Wirtschaftsraum entdecken. Ob mit Erdbeobachtungssatelliten, mit robotischen oder astronautischen Systemen, ob Spacemining, Megakonstellationen für Telekommunikation und Internet oder kommerzielle Deep Space Missionen – der Phantasie sind auch im New Space keine Grenzen gesetzt. Für die stets von Geldsorgen geplagte staatliche Raumfahrt müsste New Space daher eine hochwillkommene Entwicklung sein. Allerdings gelten bei New Space grundlegend andere Bedingungen, unter denen Raumfahrt erst zu einem wirtschaftlich einsatzfähigen Instrument wird:

– Serienfertigung tritt an die Stelle des Baus von Unikaten

– Statt langwieriger Entwicklung neuer Technologie mit bis zum Einsatz dann zwangsläufig veralteter Software bestimmt die neueste verfügbare Software Design, Funktion und Steuerung neuer Raumfahrt-Geräte

– Die Bedingung gleichermaßen terrestrischer wie raumfahrttechnischer Anwendbarkeit neuer Technologien steigert deren Effizienz auf ein auch im kommerziellen Kontext vertretbares finanzielles Niveau.

 

PARALLEL zu den wichtigen, teils regulierten nationalen oder kontinentalen Staatsmärkten (manch einer spricht von „Old Space“) entsteht so ein mehr oder weniger freier globaler Markt von Angebot und Nachfrage. Damit ist New Space eine Entwicklung, die auch der staatlich finanzierten Raumfahrt indirekt Entlastung durch Steuereinnahmen aus kommerziellen Märkten und technischen Synergieeffekten schaffen wird. Neue Handlungsspielräume für den Staat, für die Raumfahrtindustrie und clevere Unternehmer auf der Anwenderseite eröffnen sich neue Perspektiven. 

Im Bereich der Raumfahrtindustrie betrifft dies in erster Näherung vor allem jene Unternehmen, die an die grundlegenden Bedingungen von New Space bereits heute am besten angepasst sind: Die Zulieferer, Softwarespezialisten und Komponentenhersteller der großen Hauptauftragnehmer nationaler und supranationaler Staatsprogramme – den Mittelstand der Raumfahrtindustrie.

Im Bereich der ESA-Programme erhalten sie die Möglichkeit einer Förderung ihrer Kompetenzen durch die speziellen Technologieprogramme „ARTES3/4/5/20″ und „GSTP“. Wie allerdings die Akronyme selbst – und ihr relativ komplizierter administrativer und technischer Hintergrund erst recht – schon nahelegen, handelt es sich leider eben nicht um jene Projekte, die sich als populäre Fußnote zum Gruppenbild der ESA-Minister eignen. Daher besteht derzeit eine gewisse Besorgnis, dass gerade diese Projekte – wie möglicherweise auch entsprechende Teile des nationalen Programms – bei der kommenden Ratstagung der ESA angesichts immenser Kosten(-steigerungen) konventioneller Großprojekte in den Hintergrund geraten. Und das, obwohl nur in der Ertüchtigung der Industrie und insbesondere des flexiblen Mittelstandes für den neuen kommerziellen Raumfahrtmarkt die großen Chancen liegen, langfristig Steuereinnahmen aus kommerziellem Geschäft zu erwirken und damit auch in Zukunft gezielt staatliche Großprojekte mit Steuergeldern zu stemmen. Ohne eine signifikante Unterstützung durch diese Technologieprogramme der ESA, die nebenbei bemerkt auf der letzten großen Ministerratskonferenz 2012 bereits stark gekürzt wurden, ist in der Raumfahrt auf Grund dieser Langfristigkeit eine Technologieentwicklung von der Idee bis zur Flugreife nicht zu stemmen – weder für Konzerne, noch für KMU.

Aus diesem Grunde ändert sich derzeit das Bild des politischen Klinkenputzens, wie es sich sonst vor jeder ESA-Ministerkonferenz darstellt. Denn nach dem Zusammenschluss der unabhängigen Raumfahrt-KMU Deutschlands (www.best-of-space.de) ist jetzt auch der Mittelstand gegenüber der Politik in eigener Sache sprechfähig. Den Auftakt bildete am 19. September ein langes Gespräch von Dr. Ernst Pfeiffer und Holger Sdunnus, zu dem Bundesforschungsminister a.d. Prof. Riesenhuber und der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in Deutschen Bundestag, Dr. Joachim Pfeiffer die Sprecher des Mittelstandes ins Jacob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages eingeladen hatten. Im Mittelpunkt stand das Verstehen der Situation der deutschen Raumfahrt-KMU „aus erster Hand“ und die Frage nach einer angemessenen Erhöhung des deutschen ARTES- und GSTP-Beitrages zum ESA Budget. Weiterhin wurde darüber diskutiert, ob von deutscher Seite mit der benötigten und seitens KMU empfohlenen Erhöhung der deutschen Zeichnung für dieses ESA-Technologieprogramm um 35 Mio Euro pro Jahr trotz der finanziellen Engpässe bei den populären Großprojekten, die ihrerseits Milliardenbeträge beanspruchen, gerechnet werden könne. Insbesondere konnte im Dialog deutlich gemacht werden, dass sich nur so in freien Ausschreibungen eine entsprechende, dringend benötigte Erhöhung von ESA-Entwicklungsaufträgen an die mehr als 40 unabhängigen deutschen Mittelständler um insgesamt zehn Millionen Euro realisieren lässt.

Die Sorgen des Mittelstandes trafen bei beiden Experten des Bundestages auf Gehör und Verständnis; ebenso wurde in der Zwischenzeit aus regem Briefverkehr mit den ministerialen Spitzen der Administration in Berlin deutlich, dass auch hier die Botschaft des Mittelstandes auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Noch steht eine Serie weiterer Gespräche in Berlin, Bonn und auch Brüssel an, bis zur Ministerratstagung bleiben dafür noch 60 Tage.

Eines werden sie zwar nicht ändern: Die Schlagzeilen zum Gruppenbild der ESA-Minister. Aber vielleicht dessen Hintergrund: das, was 2016 besonders wichtig ist – Beschlüsse zu Vorteil und Ertüchtigung auch des Mittelstandes, auf den es jetzt wie nie zuvor in der international hart umkämpften Raumfahrt ankommen wird.

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Juni 2016

New Space – der europäische Weg – ein Weg durch und für KMU

Interview HPS-SpaceNews mit Dr. Ernst Pfeiffer, CEO von HPS und Sprecher der deutschen Raumfahrt-KMU im AKRK

Space-News:

In den letzten Wochen und Monaten haben Sie als Sprecher der deutschen Raumfahrt-KMU einen Marathon der Veranstaltungen in Vorbereitung der ESA-Ministerratskonferenz absolviert. Kam diese plötzliche Berücksichtigung der Raumfahrt-KMU durch die

Institutionen für Sie überraschend?

Pfeiffer:

Keineswegs. Zum einen haben wir in den vergangenen Jahren sehr stark drauf hingearbeitet, dass unser AKRK-Zusammenschluss der rund 40 von insgesamt 90 Raumfahrt-KMU mit ca. 1500 von insgesamt 2500 Beschäftigten in Deutschland endlich als einziger unabhängiger Ansprechpartner des Mittelstandes zur Kenntnis genommen wird. Und sicher hat auch unsere kumulierte Darstellung von Kompetenz, Wirtschafts- und Innovationskraft in der kürzlich vorgestellten Website „Best-of-Space.de“ dazu beigetragen. Wir sind in der Tat auf Augenhöhe mit den Großen der Branche von ESA und deutschem Wirtschaftsministerium berücksichtigt worden. Das galt zwar schon zum High Level Forum der ESA im Juni letzten Jahres, startete aber dieses Jahr intensiv mit einem Vortrag über das Technologieprogramm vor den ESA-Delegierten am 9. Mai, ging über ein Top Level Gespräch über die ESA Strategie zwischen ca. 10 CEOs der europäischen Raumfahrtfirmen und ESA-Generaldirektor Herrn Wörner mit allen seinen Direktoratschefs am 12. Mai, weiter zur Panelveranstaltung „New Space“ am 2. Juni auf den Space Days der ILA in Berlin und schließlich zum diesjährigen High Level Forum der ESA am 20. Juni auf dem ich im Panel über „Next Steps for ESA“ eingeladen bin.

Space-News:

Alle reden von „new space“ ….

Pfeiffer:

Genau, alle reden über „new space“ – und meinen in Ermangelung eines europäischen Weges den amerikanischen, der da lautet: „machen, was finanzkräftige Quellen haben wollen“ und „mit privatem Risiko finanzieren, und wenn es schief geht werde ich auch nicht arm woran man selber glaubt“

„Masse über Klasse stellen und dabei Qualitätsverluste in Kauf nehmen, solange sie sich zumindest kurzfristig rechnen“.

Space-News:

Ist das auch der europäische Weg?

Pfeiffer:

Niemand in Europa wird das unterschreiben. Zum einen, weil es diese finanzkräftigen Unternehmen in D und EU nicht gibt, ebenso wenig wie die Risikofinanzierer und schon gar nicht die Mentalität, nicht nachhaltiges Billiges zu bauen, dabei Qualität zu opfern und Folgekosten (Schrott etc) für kommende Generationen ohne Ansicht der Dimension in Kauf zu nehmen.

Abgesehen davon, ist es ein gewaltiges Risiko, sich darauf zu verlassen, dass schon genügend reiche Unternehmen aus den USA auf Ideen kommen, wie sie denn durchgehend die Raumfahrtindustrie in Europa beschäftigt halten können.

Space-News:

New Space in diesem amerikanischen Sinne ist also weder europäisch, noch ist es geeignet, gerade KMU eine Perspektive zu geben?

Pfeiffer:

New Space europäischer Machart wäre das Ergebnis auch europäischen Vorgehens und Denkens. Und da haben wir eine Menge aufzuweisen. Wir machen nicht einfach mal eben so etwas, weil es vielleicht hier oder da kurzfristig Gewinn bringt – wir machen überhaupt nichts nur nach dem reinen Prinzip kurzfristigen ökonomischen Gewinns. Wir machen die Dinge in Europa so wie wir sie machen, weil für uns hier die Dinge immer einen viel tieferen Sinn und Nachhaltigkeit, als kurzfristig in Dollar messbar ergeben müssen. Ziel in Europa war es bisher, nicht nur eine Handvoll reicher Unternehmen noch reicher zu machen, sondern möglichst viele Unternehmen nachhaltig und langfristig zum Wohle einer unabhängigen, ausgeglichenen Gesellschaft zu erhalten. Derzeit besteht

Gefahr, dass dieses Gleichgewicht und die Unabhängigkeit in Europa kippt.

Space-News:

Wie drückt sich das aus?

Pfeiffer:

Lassen Sie mich ein Bild bemühen. Nach eben beschriebener amerikanischer Mentalität soll ein Produkt hinreichend funktionieren, nur Schäden für den unmittelbaren Nutzer müssen ausgeschlossen bleiben. Auch wir können uns sicher nicht alle der Faszination eines mächtigen V8 und dem Reiz vergleichsweise unendlichen Sitz- und Reisekomforts eines typischen US-Autos entziehen. Im Gegensatz zum Amerikaner nehmen wir es dann aber schon übel, wenn zugunsten eines schnelleren Verkauf garantierenden Preises dann unterwegs mal ein Knopf hier abfällt oder ein Schalter da nicht funktioniert. Und erst recht unakzeptabel ist für uns die Vorstellung von ressourcenvernichtenden Trinksitten und materialverschwendendem Design, was alles dann nur nachfolgenden Generationen Probleme macht. In Europa denken wir anders; Nachhaltigkeit hat für uns zwingend etwas mit Qualität zu tun. Darin sind wir gut, und darin sind wir besser als alle anderen – USA, Asien, Russland.

Space-News:

Was folgt daraus für „new space“ made in Europe?

Pfeiffer:

Wenn das so ist, sollten wir das auch zur Grundlage unseres „European way of new space“ machen. Nicht warten, bis irgendwer von irgendwo irgendeinen kommerziellen Auftrag platziert, sondern die Landschaft solcher Aufträge samt Staat, Auftraggebern, Programmen und Auftragnehmern selbst vorzeichnen.

Wenn wir als KMU politik- und öffentlichkeitswirksam dieses Feld der systematischen Suche nach vernünftigen, nachhaltigen und politisch wie wirtschaftlich höchst wünschenswerten „new space – Projekten made in Europe“ besetzen, besetzen wir damit gleich das ganze Feld „new space“ selbst und jegliche Diskussion darum. Wir stellen solide Weichen, statt blind Trittbrett zu fahren!

Space-News:

Kann das wirklich in Anbetracht der „unendlichen Möglichkeiten“ jenseits des Atlantiks funktionieren?

Pfeiffer:

Sicher kann es das, und ich bin darüber hinaus sicher, dass es seine Wirkung auf den „American way of new space“ auch nicht verfehlen wird. Nehmen Sie wieder das Bild vom Auto. Wie kommt es wohl, dass amerikanische wie auch japanische Hersteller in den letzten rund zwanzig Jahren vermehrt dazu übergehen, europäisches Design, und europäische Technik und Europäisches Umweltbewußtsein als Maßstab mitzunutzen? Das Bessere ist des Guten Feind, das wird auch bei „new space“ auf lange Sicht nicht anders sein.

Space-News:

Ist das Ihre Hauptbotschaft auf dem Marathon zur Ministerratskonferenz?

Pfeiffer:

Das und der dringende Hinweis, dass wir beim Hype um „new space“ unseren „old space“ nicht vergessen sollten, sprich: weiterhin Investition in Höchst-Technologie. Gerade wir Deutschen sind ja oftmals so eifrig dabei, neue Dinge – besonders, wenn sie aus den USA kommen – über das Bestehende zu stellen. Davor kann ich nur warnen. Bei aller Begeisterung für Neues – die liegt ja auch irgendwo in der menschlichen Natur – das zu vernachlässigen, was uns in der Raumfahrt groß gemacht hat, endet für uns im Desaster, in einer verlorenen Unabhängigkeit Deutschlands. Um abschließend noch mal den Autofahrer-Blick einzunehmen: Wenn wir mit unausgegorener Taktik, mangelnder Schnelligkeit und unzureichender (Finanz-) Kraft auf die linke Spur wechseln, um einer Chimäre nachzujagen, müssen wir uns nicht wundern, wenn uns traditionelle, staatsgetriebene Old-Space-Länder Europas und Asiens auf der Pannenspur technologisch überholen. Als Raumfahrt-KMU werden wir jedenfalls schön weiter hochinnovativ die technologische Mitte besetzen und von dort aus versuchen, flexibel mit neuen, kreativen Ideen von Anwender-KMU den „European Way of New Space“ zu leben.

Eine zweite Botschaft an die Ministerratskonferenz wäre noch: Nutzt die aktuelle Begeisterung für Raumfahrt in der Gesellschaft für Inspiration, europäischen Zusammenhalt, globale Zusammenarbeit und damit Friedenssicherung.

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Mai 2016

Europäische HPS-Gruppe auf Wachstumskurs

Mit Rumänien jetzt schon das dritte Land im Bunde

Bereits zum Ablauf eines starken Jahres 2015 wurden in der Münchner Zentrale der europäischen HPS-Gruppe die Weichen auf Zuwachs gestellt; am 3. Mai 2016 war es soweit: Mit der High Perofrmance Structures Inovatie si Dezvoltare S.R.L. (HPS – RO) öffnete in Rumänien das dritte Unternehmen der Gruppe seine Tore. Gesellschafter von HPS-RO ist die Deutsche High Performance Space Structure Systems GmbH (HPS-D), deren Hauptgesellschafter der Gründer und CEO aller Mitglieder der Unternehmensgruppe, Dr. Ernst K. Pfeiffer ist. Beteiligt an den Unternehmen in Deutschland und Portugal sind zudem leitende Mitarbeiter und strategische Investoren.  

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HPS-RO wird den Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten der Gruppe in den Bereichen Engineering, Development, Secondary and Tertiary Structures und MGSE (Bodenunterstützungsequipment, Mechanical Ground Support Equipment) abdecken. Als Zulieferer und Partner in Rumänien stehen renommierte Unternehmen, Institute und Universitäten der Spezialbereiche mechanische Präzisionsfertigung, Schweißtechnik, Material- und Bauweisen-Charakterisierung, Prozessverifikation sowie Baugruppen-Tests (Assembly-Test)  bereit. Die Endmontagen werden bei HPS in Bukarest vorgenommen.  

HPS-RO hat seine neuen Gebäude im „Sektor 2“ bezogen; dieser Standort ist nahe der lokalen Metro, sowie nur 3 km vom Bukarester Zentrum, 20 km vom internationalen Flughafen Otopeni, und fast direkt an den großen Straßenverkehrsadern gelegen, die Rumänien auf schnellstem Wege mit den westeuropäischen Logistiknetzen verbinden.  

Im ersten Jahr wird die rumänische Gesellschaft 5-8 Projektleiter, Ingenieure, Techniker und weitere Spezialisten beschäftigen, Leiterin vor Ort ist die Ingenieurin Astrid Draguleanu. Damit wächst die HPS-Gruppe insgesamt auf rund 60 hochmotivierte Mitglieder im „Team to Trust“, wie der Slogan des Unternehmens verkündet. In möglichst kurzer Zeit soll sich die Stammbelegschaft in Rumänien bereits verdoppeln. Die Zielmarke von 100 Mitarbeitern in der gesamten europäischen Gruppe wird damit voraussichtlich noch schneller überschritten, als CEO Ernst Pfeiffer noch vor zwei Jahren für das Jahr 2020 prognostizierte.  

Grund für das starke Wachstum, dessen Erträge bei HPS als Geschäftsprinzip sofort in neue Technologien und in die laterale und damit auch personelle Verstärkung reinvestiert werden, liegt vor allem in der erfolgreichen Etablierung des Unternehmens als mittelständischer Subsystem-Hersteller für die europäische und zukünftig auch außereuropäische Raumfahrtindustrie. Schon früh hatte der Unternehmer erkannt, dass auch in der Raumfahrt die Einführung kommerzieller Strukturen nur eine Frage der Zeit sein würden. Und das wiederum bedeutet, dass größere Mittelständler die notwendige Reduktion von Fertigungstiefe auf Ebene der Markenproduzenten durch Zulieferung von kompletten Baugruppen und Untersystemen durch zuverlässige Lieferanten abfedern müssen, damit sich eine stabile und planbare Wertschöpfungskette vom Bauteil bis zum fertigen Endprodukt etablieren kann. „Raumfahrt ist ein Wachstumsgeschäft“ sagt Pfeiffer, „es wächst nach den Kräften des kommerziellen Konsum-Marktes wie Satellitenfernsehen, Kommunikation und Navigation und bedient gleichzeitig den steten Bedarf an qualitativ hochwertiger Wissenschaft und hoheitlichen Aufgaben wie Erdbeobachtung und Grenzsicherung. Es ist wie im sonstigen Maschinenbau oder bei der Automobilindustrie: Die großen Marken beziehen ihren Mehrwert in hohem Maße aus der Qualität der verbauten Subsysteme zu kostengünstigen Konditionen. Je stärker das Wachstum der Marke, desto größer die Chancen für die besten auf der nächsten Ebene, die wiederum auch die Koordination von vielen Lieferanten einzelner Bauteile leisten können.“

In zahlreichen Gesprächen mit Vertretern von Wirtschaft und Politik mehrerer ursprünglich für die aktuelle Expansionsphase ins Visier genommener Länder der EU hatte Pfeiffer die Lage sondiert und sich schließlich für Rumänien entschieden: “Rumänien gehört zu den Ländern, die einerseits den größten Nachholbedarf an wirtschaftlichem Wohlstand, andererseits aber auch schon hervorragende Universitäten, beste Ingenieurs-Kapazitäten und Qualitätsstandards aufweisen. Das Land hat eine lange Luft- und Raumfahrttradition: Das erste Flugzeug mit einer Mischung aus Strahl- und Kolbentriebwerk  wurde 1910 vom rumänischen Ingenieur Henri Marie Coandă gebaut. Fortschritt in Rumänien wird daher nicht in kleinen Schritten, sondern in großen Sprüngen stattfinden. Es braucht dafür nur kleiner Initialzündungen, und eine davon geben wir“, zeigt sich Pfeiffer von der richtigen Wahl des nun schon dritten Mitglieds im europäischen HPS-Verbund überzeugt.

April 2016

Large Deployable Reflectors: Europe takes another step towards non-dependence in space technology

Prime HPS selected to lead network of space-SME to success

ESA has now awarded the contract for the development of „Mesh and associated carrying net for Deployable Reflector” (MESNET) to HPS. Kick-off for the project is scheduled May, 2nd, 2016. 

Large deployable antennas and their respective reflectors are a critical asset in design and production of satellites for radar- and telecommunications missions like ESA’s BIOMASS and INMARSAT’s Alphasat. Until today, this technology is not available “as flight-verified” in Europe and still needs to be procured from American and Asian sources. But, Europe wants to play a role in that growing market of radar-oberservation and telecommunications satellites.  

ESA has entrusted the functions of the subsystem prime to HPS Munich, while its Portugese subsidiary HPS lda, Porto, will be responsible for the assembly procedure and the actual assembly at a very high level of technology readiness (TRL).  

In the context of the precursor study „SCALABE“ – to be concluded in summer 2016 – HPS also acts as prime contractor for the development of a 5-meter-demonstrator of a double panthograph deployable ring, which is being designed and built by HPS´Munich based collaborator LSS. Breadboarding of critical elements has already been performed by HPS in 2014/2015 and a mesh demonstrator has already been delivered by HPS for integration.

When in 2018 HPS will deliver the results of the MESNET-study – a vital element of ESA´s ARTES 5.1 technology program – the combination of both developments can result in a subsequent qualification model and finally in a flight model that could be ready as early as 2019/2010.

 HPS-CEO Dr. Ernst Pfeiffer is confident, that Europe´s next step towards non-dependence in one of the most critical space fields will soon be taken: “The procedure to combine the capacities and outstanding abilities of specialized space SME under the prime and leadership of HPS is meanwhile a proven approach. We are certain that by 2020 ESA will be in the position to replace yet another position on the list of badly needed capabilities by `best of space`- technology made in Europe.“ 

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März 2016

Der Countdown läuft: Exomars auf dem Weg durch die Tiefen des Alls

Ankunft und Landung auf dem Mars in 5.296 Stunden

Sicher geschützt durch seine Mehrschichtissolierung (MLI) aus dem Hause HPS Portugal wird der europäische Eintritts- und Landedemonstrator Schiaparelli die menschenfeindliche Marsatmosphäre am 19. Oktober des Jahres nach 269 Tagen oder 5.296 Stunden Flug durch die Galaxie erreichen und mit 21.000 Stundenkilometern Geschwindigkeit zur Landung durchqueren. Perfekte Voraussetzung war der Bilderbuchstart am 14. März 2016.

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März 2016
Taking the Next Step in ESA´s Clean Space Initiative:

ESA-Prime HPS with SME-Consortium Ready to Build New Generation De-Orbiting Subsystem

Hardly any messages have dominated the space community´s discussions in the past two years as perseverently as these two:
– the debris from past satellite missions forms a growing threat to future endeavors in space
– the number of satellites expected to form future constellations especially on LEO is exploding since new players are discovering space as their domain – which again multiplies the problem of future debris.

So, on the one hand enormous growth of the satellite business is to be foreseen, on the other hand this business needs better rules in order to be sustainable. „Clean Space“ is ESA´s answer in general and the quest for a new, fully ecological de-orbiting sailsystem in particular.

While currently satellite manufacturers are already facing problems to comply with the 25-years-deorbiting „guideline“ without minimising the effectiveness and increasing the cost of their missions, ESA now aims to make this period as a strict requirement leaving neither ecological nor economical footprints.

Capitalizing on previous research and development in this area like the precursor project ADEO, led by the subsystem prime HPS with its consortium of DLR-institutes in Bremen and Braunschweig and the SMEs Etamax and HTS, ESA now announced its expectations for a full fledged demonstrator ready to fly by 2018 with a deorbiting time of lower than 5 years. The new project will be ignited this year and ESA´s subsystem prime HPS is expected to take this next step towards the final breakthrough in deorbiting technology, too, because:
– the current HPS precursor project ADEO, featuring a 5m x 5m deployable boom and sail subsystem weighing just 20kg, has been successfully tested on breadboard level in February 2016 and will reach design maturity for an Engineering Model manufacturing and assembly through a CDR in these days in March.
– ADEO will then already fulfill the requirements of providing sail and boom materials able to withstand the very severe Atomic Oxygen (AtOx) and Ultra Violet (UV) environment, offering scalability down to 100-kilo-satellites down from the current reference case of spacecrafts at 1-1.5 tons of weight, and of providing reliable deployment technology tested under ambient conditions and in a vaccum chamber in mid 2016.

HPS as ESA subsystem prime is aiming at the follow-on project also with its proven partners.

In parallel and as leading specialist on deployable structures and antennas, HPS Germany acts as prime contractor for Large Deployable Antennas (LDA) in cooperation with the German SME LSS, while the HPS subsidiary in Portugal is working on a deployable highprecision mast system (10-20m) for instruments weighing 100-250 kg on science missions.

satellite in space
Artist Impression © HPS
ADEO Boom_BB_Auszug_150dpi_MW
Photo © HPS/DLR